HERKUNFT

 

Das Schaf wurde bereits ca. 7000 v. Chr. in Vorder- und Mittelasien domestiziert. Vorerst wegen des Fleisches, später (ca. 3000 v. Chr.) auch wegen Wolle und Milch.

Wir unterscheiden 2 Stammformen unserer heutigen Hausschafe:

     1. Das Mufflon (Ovis ammon musimon)

Von ihm stammen die leichteren und kurzschwänzigen Hausschafrassen ab.

     2. Der Arkal (auch Argal oder Urial) (Ovis ammon ammon)

 Von ihn wiederum stammen die schwereren und langschwänzigen Rassen ab.

 

Das Kamerunschaf ist als recht kleines und kurzschwänziges Haarschaf ein Nachkomme des Mufflons, der ursprünglich in Vorderasien und im südlichen Europa heimisch war. Es sieht ihm sogar noch sehr ähnlich.

Muffelwidder mit Schaf, Quelle: wildundfreizeitpark.de
Muffelwidder mit Schaf, Quelle: wildundfreizeitpark.de

Man nimmt an, dass durch den Handel der Mittelmeerländer mit Nordafrika erste einfache Hausschaftypen (die Vorfahren des Kamerunschafes also) den schwarzen Kontinent eroberten.

Dort entwickelte sich beispielsweise auch das Westafrikanische Zwergschaf, aus dem das Kamerunschaf (Cameroon dwarf blackbelly sheep) hervorging.

Das Kamerunschaf selbst ist aber keine vorsätzlich vom Menschen gezüchtete Rasse. Diese entstand vielmehr durch zufällige Inzucht und durch den Einfluss der Umwelt. So wurde es  zu dem Haarschaf, dass wir heute kennen.

 

Zurück nach Europa kam es möglicherweise auf dem Seeweg als  „Provianttier“ für die in Afrika gefangenen Raubtiere für europäische Zoos.

Überlebende Exemplare wurden in eben diesen Tierparks aufgrund ihres attraktiven Aussehens weiter gezüchtet.

Erst später, nachdem der Bedarf an Schafswolle schwand, fand es auch bei Hobbyschafhaltern Zuspruch als relativ pflegeleichter und anspruchsloser „Futterverwerter“.

 

Literaturhinweis:

SÜLLENTROP, DIRK: Kamerunschafe - Verlag BOD, Norderstedt, 2010

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